Begegnungen am Ende der Welt

 

Werner Herzog gilt als eigenwilliger, produktiver und immer authentischer Geschichtenerzähler – egal, ob er einen Film in Hollywood dreht – oder, wie hier, eine Dokumentation über eine uns fremde Welt, die Antarktis. Dabei interessiert er sich vor allem für die Menschen und ihre Geschichten.

 

 

Großartig beispielsweise das Interview mit einem verschrobenen Pinguinforscher, der sich am liebsten nur noch für seine Lieblingstiere, aber nicht für die Menschen interessiert. Zu fragen, ob auch Pinguine verrückt werden können – darauf kann nur Herzog kommen, und er stößt damit bei dem normalerweise nicht zugänglichen Forscher auf erstauntes Interesse.

 

Unter zum Teil lebensgefährlichen Bedingungen spürt Herzog mit seiner Kamera über und unter der Eisdecke eine bis dato unbekannte Welt auf, die in ihrer schier unglaublichen Anmutung und Schönheit wie eine fremde, beinahe surreale Welt aus einer fernen Galaxie auf uns Menschen wirkt. So klettert er mit seinem Kameramann in einen Vulkan, den man von der Seite durch Löcher besuchen kann, die heiße Luft ins Eis geschmolzen hat. Visuell, episch und auch philosophisch eine originelle und faszinierende Reise, die 2009 sogar für den Oskar nominiert wurde.

 

 


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