
Wir hatten schon über die Pläne des Dalai Lama berichtet – jetzt ist es offiziell: Er will als politischer Führer seines Landes Tibet zurücktreten. Das hat er jetzt auf seiner Homepage verkündet. Sein Nachfolger soll ein vom Volk gewählter Vertreter werden, was ein „langer und schwieriger Prozess“ sein könnte.
Der Friedensnobelpreisträger will einige Änderungen an der Exilverfassung der Tibeter vorschlagen. Am Montag beginnt eine dementsprechende Sitzung im nordindischen Dharamsala. Natürlich reagierte die chinesische Regierung sofort und bezeichnete das Ganze als einen „Trick, um die internationale Gemeinschaft zu täuschen.“. Der Dalai Lama betonte in eine Rede einmal mehr, wie wichtig es wäre, dass Chinas politische Führung mehr Transparenz zeigen sollte, was zum Frieden beitragen könnte.
Vielleicht kann es sich in Zukunft wieder mehr auf seine zweite Tätigkeiten konzentrieren, mit der man ihn weltweit schätzt und identifiziert: Als spiritueller Lehrer. Schon immer plädierte er für ein friedvolleres Umgehen miteinander, Toleranz und Mitgefühl – buddhistische Tugenden, die aber auch für unreligiöse Menschen sinnvolle Werte sein können.
Insofern kann man gespannt sein, ob ihm der Übergang gut gelingt und was wir noch von ihm hören werden…
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